Das Quo Vadis? schließt seine Pforten und sagt VIELEN DANK!

Nach zwölf Jahren wertvoller Arbeit in einem Team von engagierten Ehrenamtlichen, bestehend aus Laien und Ordensleuten, sowie einem hauptamtlichen Team schließt das Quo Vadis?. Wir danken zahlreichen Besucher:innen unserer Veranstaltungen sowie den vielen Menschen, die über die Jahre hin das Quo Vadis? als Begegnungsstätte am Stephansplatz lieb gewonnen hatten!

 

Am 31.12.2023 hat das Quo Vadis? seine Aufgabe beendet und die Pforten geschlossen.

Bei der Gründung der Begegnungsstätte Quo vadis? wünschten die Österreichischen Ordensgemeinschaften einen Ort zu schaffen, der im Herzen Wiens offenstehen könnte, um Menschen auf der Suche nach neuen Begegnungen mit den vielfältigen Spiritualitäten der Ordensgemeinschaften eine Anlaufstelle zu schenken.

Zwölf Jahre wertvolle Arbeit

Zwölf Jahre lang entwickelte ein Team aus Engagierten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Menschen, darunter Ordensfrauen und Ordensmänner, aber auch Laien hier beglückende Programmpunkte, die von einfachen Gesprächen, über Orientierungskursen für Schulklassen, bis hin zu Konzerten, Ausstellungen und vielen anderen Angeboten reichten.

Begegnungen mit Kirche hören nicht auf

Jetzt ist die Zeit gekommen, diese Ansätze wieder zurück an die vielen Standorte der Orden – in Wien, aber auch in ganz Österreich zurückzugeben. Das heißt aber nicht, dass die Begegnungen aufhören, denn alle Ordensgemeinschaften wirken auf vielfältige Weise direkt mit ihren Einrichtungen und ihrem Gebet in der Sorge um den Menschen.

Die Gesprächsinsel (Freyung) ist offen für Sie

Der Ausbau der Gesprächsinsel an der Pforte zum Schottenklostern (Freyung) nimmt weiterhin die Aufgabe der Begegnung und dem Gespräch wahr. Die Gesprächsinsel, aber auch die vielfältigen österreichischen Ordensgemeinschaften bauen auf die wertvollen Erfahrungen der letzten zwölf Jahre im Quo Vadis? am Stephansplatz auf und verwirklichen dies an ihren jeweiligen Standtorten auf ihre jeweilige Weise. So sehr also das zu Ende kommen des Quo Vadis? schmerzt, so sehr wirkt die Erfahrung und Expertise, die diese Stätte mit Pilgerinnen und Pilgern, Gläubigen aus aller Welt, sporadischen Besucher:innen und regelmäßigen Gästen aufgebaut hat, weiter. Dies ist eine wichtige Einsicht, denn in einer Zeit, in der sich die Welt rapide verändert, verändert sich die Kirche ebenfalls weiter, entdeckt sie sich als Institution immer wieder neu, trägt den Auftrag des Evangeliums weiter in immer neue Arrangements.

Die Kirche, ein Chamäleon und Weltmeisterin des Wandels

Obwohl es vielleicht bei einer oberflächlichen Betrachtung nicht so scheint, ist die Kirche in ihrer jahrhundertealten Geschichte eine wahre Weltmeisterin darin, sich neu zu erfinden. Bei allen Konstanten und der Kraft, die die apostolische Kontinuität schenkt, so wird man feststellen, dass die Kirche im dritten Jahrhundert nicht der Kirche im achten Jahrhundert gleicht, die Kirche der Gotik baute sich anders auf als die frivole Leichtigkeit der Kirche im 17. Jahrhundert – so ist auch die Kirche von 1950, von 1990, von 2010, von 2019 eine andere als die Kirche im Jahr 2024. Es ist eben dieses Verhältnis von Wandelbarkeit und Kontinuität, die die Beharrlichkeit des kirchlichen Glaubens ausmacht. So sind wir allen Besucher:innen, Künstler:innen, Musiker:innen, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen dankbar, dass sie diesen Rhythmus von Wandel und Ebenmaß durch ihr wirken bereichert haben und wünschen uns, dass sie stets ein offenes Herz behalten mögen, für die zahlreichen Begegnungsmöglichkeiten, die die österreichischen Orden an ihren jeweiligen Stätten stiften.