P. Thomas Vanek mit Jugendlichen

Als Ordensmann wirksam

Ordenspersonen erzählen von ihrer Tätigkeit und wie diese davon geprägt ist, dass sie sie als Ordenschristen tun. Relevant, präsent und wirksam zu sein, das ist der Anspruch der österreichischen Ordensgemeinschaften. P. Thomas Vanek osfs, ehemaliger Provinzial und früherer Novizenmeister der Salesianeroblaten, investiert sich in den kommenden Monate in der City- und Berufungspastoral im Quo vadis?. Wie er seinen Einsatz als Ordensmann versteht, erzählt er in diesem Beitrag.

Mit 18 trat ich in die Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales ein. Diese Gemeinschaft lernte ich durch meine Heimatpfarre in Wien XIX. – damals Pfarre Krim – kennen. Der Lebens- und Seelsorgestil der Ordensleute weckte in mir das Interesse, selbst so einen Weg zu P. Thomas Vanek osfsgehen. Da ich in vielen Bereichen der Pfarre engagiert war, wuchs ich durch die Begegnung mit den Patres in ihre Lebensauffassung hinein: Oblate (lat.) heißt frei übersetzt sich mit ganzem Herzen dort einzusetzen, wo man hingestellt ist. Franz von Sales: „Blühe, wo du gepflanzt bist.“ In den 43 Jahren meines Ordenslebens bin ich auf den verschiedensten Böden der Seelsorge eingepflanzt worden: als Erzieher und Leiter eines Konviktes, als Religionslehrer, als Bildungshausseelsorger, als Novizenmeister und Ausbildungsleiter des Ordens, als Kaplan und zuletzt zwölfeinhalb Jahre als Leiter der deutschsprachigen Ordensprovinz (Provinzial). Nun bin ich in einer Übergangszeit. Ich blicke zurück auf die unzähligen Menschen, denen ich in meinem Leben schon begegnet bin und die Spuren in meiner Vergangenheit hinterlassen haben. Die vielen bleibenden Kontakte bestätigen mir, dass ich offensichtlich durch meine Art, zu versuchen mich ganz dort einzubringen, wo ich gerade bin, viele Menschen beeindrucken konnte. Diese Lebenseinstellung durch mein eigenes Zeugnis weiterzugeben und dafür Menschen zu gewinnen, ist mir immer schon ein Anliegen gewesen. Daher halte ich heute Ausschau nach Möglichkeiten, wie und wo ich in Zukunft dieses Anliegen verwirklichen kann.


Br. Hans Leidenmühler odfsP. Thomas Vanek wir ab Montag, 14. Feber 2022 für sechs Monaten (und evtl. länger) für Gesprächsseelsorge, spirituelle Veranstaltungen und Berufungpastoral im Quo vadis? mitarbeiten. Mit ihm wird sein Mitbruder, der geistliche Begleiter Br. Hans Leidenmühler im Quo vadis? präsent sein.

Relevant, präsent und wirksam zu sein, das ist der Anspruch der österreichischen Ordensgemeinschaften. In unserem Blog werden Sie in den nächsten Monaten Statements von Ordensfrauen und -männern finden, die davon erzählen wie ihre Berufstätigkeit von ihrem Ordensleben geprägt ist. So wie von Sr. Dominika Zelen SDS. Sie leitete die Wohnungslosenberatungsstelle „Das Stern“. P. Hans Brandl SJ ist Musiklehrer und Schulseelsorger im Kollegium Kalksburg.