Ikonenausstellung im Fenster

Wer durch den Zwettlerhof spaziert, sieht in den vier großen Auslagenfenstern des Quo vadis? eine Ausstellung: 9 Ikonen der Künstlerin Sonja Skrepek werden dort präsentiert. "Nachdem es der Lockdown nicht zulässt, unser Begegnungszentrum zu öffnen, mussten wir kreativ werden: Die Ikonenausstellung wurde zu einer Fensterausstellung", sagt Lisa Huber, die Leitern. Die ausgestellten Ikonen ziehen einen Bogen von der Verheißung der Geburt des Immanuel über die Verkündigung an Maria, zur Geburt des Christuskindes. 

Im Sport und in der Popmusik gibt es Ikonen - Menschen, die zu Symbolfiguren geworden sind. Wie die Ikonen führen auch die Icons der Gebrauchsanleitungen zu etwas hin. Wenn sich die Kirche Bilder bedient, um damit ins Zentrum des Glaubens zu führen, steht sie in der Tradition Jesu, der - um Tieferes zu erklären - in Bildern und Gleichnissen redete. Das griechische Wort „eikon“ bedeutet Bild. "Aufgabe der Ikonen ist nicht, Menschen zu porträtieren, Originelles zu schaffen oder den Betrachter zu provozieren, sondern Gott  als 'Gott für die Menschen' zu verkünden", sagt Hanns Sauter. Der Diözesanreferent des Wiener Andreas-Petrus-Werks hat als geistlicher Assistent die Ausstellungsvorbereitungen begleitet. "Dass die Ausstellung jetzt nicht, wie geplant, stattfinden kann ist schade, aber deshalb bricht die Welt nicht zusammen", sagt Sauter. 

Dass das Team des Quo vadis? zusammen mit der Künstlerin die Bilder nun doch zugänglich machte, ist eine willkommene Einladung. Der Blick in die Fenster, die präsentierten Ikonen und die hinführenden Textkarten ermöglichen einen kleinen Ausstellungsbesuch mitten im Lockdown. 

Am Mittwoch, 22. Dezember wird um 18:30 Uhr die Fensterausstellung mit einer Veranstaltung abgeschlossen: Die Weihnachtsikone wird betrachtet, auf betenden Art und Weise. Dafür folgen der Website dann Informationen, wie dieser Gebets- und Impulsabend stattfinden kann; www.quovadis.or.at/termine