Berufung leben heißt, Licht zu sein für die Menschen

Zum monatlichen Gebetstag für geistliche Berufungen am 4. Februar 2021 gibt Maria Fibich vom Canisiuswerk Impulse für eine persönliche Gebetszeit.
Sie macht sich Gedanken zu jenem Licht, von dem Jesus im Tagesevangelium spricht. Was hat dieses Licht mit meiner Berufung zu tun? 

 

Licht in der Bibel

Erst vor zwei Tagen, zum Fest der Darstellung des Herrn, hörten wir den greisen Simeon über Jesus, den er als den Messias, den Heilsbringer, erkennt, sagen: „Ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ (Lk 2,32) An einer anderen Stelle sagt Jesus über sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12) Und heute hören wir im Tagesevangelium (Mt 5,13–16) die Stelle vom Salz der Erde und vom Licht der Welt. Jesus sagt: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.“ Und: „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

 

Impuls zu den Bibeltexten

Menschen haben ganz unterschiedliche Talente und Fähigkeiten als Geschenk erhalten, um das Licht des Glaubens, das Licht der Hoffnung und das Licht der Liebe auszubreiten. Gott, als Quelle des Lichts, hat seinen göttlichen Lichtstrahl in jedes Herz gesandt. Es ist eine unauslöschliche Flamme, ein sich nie verbrennender Kraftspender – wenn wir es zulassen. Dieses Licht – Glaube, Hoffnung und Liebe – können und sollen wir zu den Menschen, denen wir begegnen, weitertragen. Denn Jesus sagt heute zu uns: „IHR seid das Licht der Welt.“

 

Stille

- Wie bemerke ich heute das Licht des Lebens, das Gott in mein Leben sendet?
- Mit welchen meiner Talente und Begabungen kann ich anderen Licht bringen?
- Wie kann ich heute Nachmittag das Licht und die Hoffnung zu anderen Menschen weitertragen? Wer braucht meine Zuwendung besonders?

 

Segensgebet

Gottes schöpferische Kraft
segne deine Gedanken,
dass sie befreit werden
aus ihren Sackgassen,
erlöst von der Macht, dich zu lähmen.
Licht möge dir zuwachsen
taghell, 
dass du Neues und Ungewohntes
zu denken wagst.
Raum für das Heilsame,
für das Schöne und Belebende
schenke dir unser Gott.

Quelle: „Licht empfangen“ von Antje S. Naegeli, in: „Umarme mich. Gebete voller Hoffnung“, Verlag Herder 2018.

 

Monatlicher Gebetstag für geistliche Berufungen

Einmal im Monat, am Donnerstag vor dem ersten Freitag im Monat, betet die Weltkirche für geistliche Berufungen, für Menschen, die in verschiedenen Lebensformen und Diensten dem Evangelium ihr Gesicht geben.

 

Porträt Maria Fibich Elisabeth MayrZur Autorin

Mag. Maria Fibich ist im Canisiuswerk für den Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie gestaltet jeden ersten Donnerstag im Monat das Mittagsgebet "Atempause" im Quo vadis? mit Impulsen zum Thema Berufung.

 

 

Fotocredit Titelbild: istockphoto/tolstnev