Ein Heiliger, der heute noch berührt: Heiliger Klemens Maria Hofbauer

„Die Zwischenräume zu nutzen, das können wir vom Heiligen Klemens zum Beispiel lernen“, sagt Johannes Silberschneider. Der Schauspieler pflegt eine ganz persönliche Beziehung zum Wiener Stadtpatron Klemens Maria Hofbauer. Davon hat er bei der Vernissage zur Ausstellung am Montag, 31. August im Quo vadis? vor knapp 100 Besuchern erzählt.

„Der Heilige Klemens hatte viele Stationen auf seinem Lebensweg und ist immer wieder besonderen Menschen begegnet. Es waren die Menschen, die ihn zu dieser bedeutenden Persönlichkeit der Wiener Frömmigkeit gemacht haben.“, sagt Lisa Huber, die Leiterin des Quo vadis?, dem Begegnungszentrum der Ordensgemeinschaften Österreichs im Herzen von Wien. Für Johannes Silberschneider war einer dieser Menschen, die ihm auf die Spur verholfen haben, sein Lehrer im Gymnasium in Mautern. „Du gehörst ins Seminar!“, hat ihm dieser ans Herz gelegt. „Ja!“, sagte Silberschneider, „ich wollte schon immer Priester werden.“ „Ins Reinhardt-Seminar, du Trottel!“, hätte dieser darauf geantwortet. Und so war sein Weg als Schauspieler auf Schiene gebracht. In Mautern hat Silberschneider auch die Redemptoristen und deren bemerkenswertesten Heiligen kennengelernt: Klemens Maria Hofbauer und Alfons von Liguori.

Die Ausstellung im Quo vadis? erzählt die Lebensgeschichte des Wiener Stadtpatrons Klemens Maria Hofbauer auf acht Tafeln. Dazwischen sind Gegenstände des Gebrauchs des Heiligen zu Lebzeiten zu sehen: sein Rasierspiegel, eine Kniebank und weitere. Pater Martin Leitgöb ist der Initiator der Ausstellung. Der Redemptorist ist Provinzvikar und hat maßgeblich zum Gelingen der Vernissage beigetragen. Er erzählte aus dem Leben des Heiligen. Ebenfalls berührt von der Geschichte des Heiligen Klemens zeigte sich Generalvikar Nikolaus Krasa. Er hat gemeinsam mit Elisabeth Wolfbauer vor einigen Jahren angefangen, die Strecke Wien – Tasovice zu erwandern: vom Sterbe- zum Geburtsort des Heiligen. In diesem Jahr wurde der Klemens-Maria-Hofbauer-Pilgerweg erstellt und wird in den nächsten Wochen auch offiziell eröffnet.

Der Einladung sind rund 100 Personen gefolgt. Die Veranstaltung hat im Zwettlerhof unter freiem Himmel stattgefunden. „Ich hab dem wunderbaren Silberschneider amüsiert zugehört und hab mir auch gleich das Programmheft des Quo vadis? mitgenommen. Das war ein gelungener Abend!“, sagt eine Besucherin beim Abschied.

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Die Ausstellung ist noch bis 1.10. montags bis freitags von 10-18 Uhr im Quo vadis? zu besichtigen. Das Zentrum bietet eine Reihe weiterer Veranstaltungen an:

Lies mit mir! – Spiritueller Lektürekreis:
Dienstag, 1./8./15./22./29. September, 17:00–18:00 Uhr
Jeden Dienstag im September werden von 17:00 bis 18:00 Uhr im Quo vadis? Texte aus der redemptoristischen Tradition gelesen und besprochen.

Pilgervortrag zum Klemensweg: Donnerstag, 17. September, 19:00 Uhr
Zum 200. Todestag des Heiligen Klemens Maria Hofbauer wurde der Pilgerweg von Tschechien durchs Weinviertel nach Wien eröffnet. Nähere Informationen unter www.jakobsweg-wien.at

Feierabend! – Treffpunkt junger Erwachsener: Freitag, 18. September, 18:30 Uhr
Schwester Anneliese Herzig MSsR und Pater Hans Hütter CSsR geben Einblick in die Spiritualität des großen Redemptoristen. Runterfahren, singen und beten, Kraft für die neue Woche tanken – für junge Menschen bis 35 Jahren!

Finissage: Donnerstag, 1. Oktober, 18:30 Uhr
Catherine Schrott von der Bäckerei Grimm erzählt vom Heiligen Klemens, gibt Einblicke ins Leben von Bäckern heute und bietet auch Klemensweckerln an.